Home  
Der Weltuntergang (Spielzeit 2010/2011)


  zur Übersicht


  Inhalt       Besetzung       Bilder       Kritik     
Zum Stück:

Im Kosmos herrscht ein Durcheinander: Die Sonne stellt fest, dass die Sphärenharmonie gestört ist und verdächtig die Erde als den Grund der Störung. Der Erdmond wird herzitiert und muss berichten, was mit der Erde los ist: Der Planet hat Menschen und muss gesäubert werden. Ein vorbei fliegender Komet wird dazu verpflichtet, die Erde zu zerstören. Sofort geht auf der Erde die Nachricht um, dass die Welt in einem Monat untergehen wird. Die Menschen reden von nichts anderem mehr, und doch nimmt alles weiterhin seinen gewohnten Lauf.

Im "Weltuntergang" sind die Menschen trotz aller Warnungen - in diesem Falle jenen des Wissenschaftlers Professor Guck - zum Trotz nicht imstande, den gegen sie selbst gerichteten Bedrohungen Einhalt zu ge-bieten. Eine Mischung aus Gleichgültigkeit, Verdrängung, blindem Egoismus und handfester Dummheit lässt die Menschen die anmarschierende Katastrophe ausblenden und munter weiter ihren Betätigungen und Geschäften nachgehen. Jura Soyfer meinte mit seiner Parabel vom auf die Erde zurasenden Kome-ten die drohende Vernichtung als Folge des nationalsozialistischen Wahnsinns. Der Brückenschlag in un-sere heutige Zeit fällt allerdings nicht schwer: die im Stück beschriebenen Verhaltensmuster sind - allen zivilisatorischen Errungenschaften zum Spott - auch den Menschen des 21. Jahrhunderts in reichem Maße zu eigen...