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Was Sie schon immer über Isolde Kurz wissen wollten ... (Spielzeit 2003/2004)


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IKG-Schüler spielen Szenen aus dem Leben von Isolde Kurz

Unterrichtet wurde sie nur von der eigenen Mutter, das Lernen war für sie, so schrieb sie selbst, "ein Spiel unter vielen". Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, haben sich die 25 Mitglieder der Theater-AG am Reutlinger Isolde-Kurz-Gymnasium (IKG) unter der Leitung von Sabine Laage und Eckhard Wurm einmal ausführlicher mit der berühmten Namensgeberin auseinander gesetzt. Zum 150. Geburtstag der Schriftstellerin Isolde Kurz brachten die Nachwuchs-Schauspieler "Szenen aus Leben und Werk" auf die Bühne des Foyer U3. In 75 Minuten und 9 Bildern schilderten sie die wichtigsten Stationen aus dem Leben der gebürtigen Stuttgarterin, die in Tübingen aufwuchs. In den szenischen Lesungen sprachen drei Schüler die Kommentare, zwei Schülerinnen liehen Isolde Kurz ihre Stimme für Originalzitate. Eingestreut in die lebhafte Lesung wurden zwei spielerische Szenen, die deutlich machten, wie die Frau, die nie dem Frauenbild ihrer Zeit entsprach und trotzdem keine Feministin sein wollte, sich gegen das aus ihrer Sicht von den "Kränzlesfrauen" repräsentierte "enge Spießertum Tübingen" auflehnte. Nicht ausgelassen haben die Schüler in ihrer teils ironisch-amüsanten, teils kritischen Aufführung weder die Begeisterung von Kurz für den "gerechten" Ersten Weltkrieg noch deren spätere Nähe zu den Nationalsozialisten.