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Informationen zu unserer Arbeit(sweise)


Die Theater-AG hat unter der derzeitigen Leitung in den letzten 25 Jahren fast 30 abendfüllende Theaterstücke herausgebracht: Komödien und Tragödien, antike Stücke und moderne, die nach bestehenden Textvorlagen und selbstgeschriebene, Stücke deutschsprachiger Herkunft ebenso wie amerikanischer, russischer und englischer, Stücke zur Schulgeschichte und zur politischen Geschichte, Circusspektakel ebenso wie ruhige Kammerspiele.

Seit vielen Jahren ist der Arbeitsrhythmus der Theater-AG (von der Textauswahl bis zur Abräumen nach der letzten Vorstellung) in etwa immer gleich:
  • Die Aufführungen finden - aus schulinternen Gründen - im Winter statt, entweder kurz vor Weihnachten oder im Februar / März.
  • Etwa ab Mai / Juni beginnen die Vorbereitungen für das neue Stück:
  • Wir treffen eine Vorauswahl an Stücken
  • Wir rufen alle Interessenten zu einem ersten Treffen zusammen
  • Wir geben Interessierten (meist solche, die schon mehrfach mitgespielt haben) einige Texte zum Lesen
  • Die gesamte Gruppe entscheidet sich für ein Stück - bisher immer einvernehmlich.

Etwa 3 - 4 Monate vor den geplanten Aufführungen werden die Rollen besetzt
  • Alle Mitspieler geben einen Zettel mit drei Rollenwünschen ab
  • Die Leiter der AG erstellen - oft in Rücksprache mit den Erfahreneren - ein Vorschlagsliste für die Besetzung
  • Bei einer gemeinsamen Sitzung aller Beteiligten werden die Rolle verbindlich festgelegt - bisher fast immer nach dem Konsenzprinzip. Lediglich einmal gab es heftige Streitereien wegen einer Hauptrolle.
  • Die Theatergruppe trifft sich in den folgenden Wochen regelmäßig, um das Stück zu lesen, konzeptionell zu diskutieren, einige Szenen anzuspielen.
  • 4 - 5 Wochen vor dem Premiere wird das Stück während eines 6-tägigen Kompaktseminars erarbeitet. Der Name "Kompakt" ist berechtigt, denn hier wird täglich 9 -10 Stunden probiert, diskutiert und arrangiert.
  • In den 4 - 5 Wochen zwischen dem Kompaktseminar und den Aufführungen wird täglich geprobt, manchmal nur 1 - 2 Stunden, an den Wochenenden aber immer 5- 6 Stunden täglich.
  • Parallel zu den Proben werden Kostüme geschneidert, Plakate entworfen und Artikel für das Programmheft verfasst. - Daneben wird am Bühnenbild und an der Technik gearbeitet, und neben allem bleibt auch noch Zeit für viele Gespräche und private Treffen.
  • In der letzten Woche vor den Aufführungen werden die Probenphasen noch einmal intensiviert: Auf der Bühne werden Durchläufe gespielt, die Schminkerinnen kommen dazu, und manche Kostüme sind auch schon fertig (manche!!).
  • Immer am letzten Tag vor der Premiere findet um 19 Uhr die Generalprobe statt, zu der die Presse eingeladen ist. Außerdem ist sie oft schon halböffentlich, weil normalerweise schon hier Eltern, Freunde, Klassenkameraden usw. zugelassen und sogar willkommen sind.

Um effektiv proben zu können, gehen wir folgendermaßen vor:
  • Mitspielerin und jeder Mitspieler muss bis zum Wochenende einen Terminzettel für die folgende Woche abgeben auf dem er mitteilt, wann er keine Zeit hat ((Schule, andere zwingende Verpflichtungen ..).
  • Mithilfe eines Computerprogramms werden anhand dieser Vorgaben Probentermine gemacht. Auf diese Weise müssen nur die erscheinen, die wirklich Proben haben, und diese haben auch entsprechend Zeit.
  • Die Regelmäßigkeit der Vorbereitung und der Aufführungen hat eine Reihe von Ritualen entstehen lassen, die - je länger sie existieren - um so intensiver gepflegt werden. Diese Rituale sind nicht nur Marotten und Spleens, sondern sie führen zu einen zu einer gewissen (erwünschten) Routine und zu einer engen Bindung an die Gruppe: Vor allem die Ehemaligen nutzen diese Rituale als feste Anknüpfungspunkte.

wichtigsten Rituale sind:
  • Der "erste Durchlauf" am letzten Abend des Kompaktseminars: Zum ersten Mal wird das Stück komplett durchgespielt, viele Ehemaligen erscheinen und bilden ein fachkundiges Publikum, Freunde und Familienmitgliedern sind willkommen, um die Ernsthaftigkeit ein wenig zu erhöhen.
  • Etwa 10 Tage vor der Premiere wird die "Fahne" aufgehängt, ein 6 Meter hohes und 3 Meter breites (Stoff-)Transparent, das jedes Jahr neu gemalt wird. Sie enthält den Titel des neuen Stücks, die Aufführungsdaten und das Logo der Aufführung. Die "Fahne" (die keine echte Fahne ist) hängt über dem Haupteingang der Schule.
  • Nach der Premiere gibt es Pizza für alle Beteiligten.
  • Nach der letzten Aufführung findet ein gewaltiges Fest statt.
  • Am Tag nach der Dernière wird - nach dem Aufräumen - die "Fahne" abgehängt.
  • Als Dank für die Anstrengungen und Entbehrungen bekommen alle Beteiligten jährlich T-Shirt mit dem Logo der Aufführung.

Die Theater-AG finanziert sich aus
  • den Einnahmen der Aufführungen
  • einem Zuschuss der Schule
  • einem Zuschuss aus der sog. "Elternspende", der zweckgebunden für das Kompaktseminar gewährt wird.
  • dem Programmheft, das zu jedem Stück zusammengestellt wird (Verkaufspreis € 1,00 und Werbung)

Die wichtigsten Ausgabenposten sind:
  • das Kompaktseminar (bei der letzten Aufführung immerhin 45 Personen für 6 Tage in einem Tagungshaus)
  • die Kosten für Bühnenbau, Kostüme und Schminke
  • die Kosten für die Aufführungsrechte
  • Ausgaben für Technik (Scheinwerfer, Effekte ...)